Nicholas Gausserand - Mein Jahr in DeutschlandIch als AustauschschülerIch heiße Nicolas und bin 16 Jahre alt und bin jetzt für etwa 6 Monate in Deutschland während meines Austauschjahrs. Ich war 15 als ich mein Austauschjahr begonnen habe, denn zuerst war ich für 6 Monate in den USA (Illinois, Mount Vernont). Danach war ich für 3-4 Tage zu Hause in Frankreich und dann ging es weiter nach Deutschland. Warum?Seit ich klein war wollte ich schon immer gerne reisen; ich hatte Lust etwas anderes zu sehen und den Alltag hinter mir zu lassen. In (Süd-) Frankreich ist es nicht so üblich für ein Schuljahr ins Ausland zu gehen wie hier in Deutschland, daher war es etwas schwierig meiner Schule zu erklären dass ich ins Ausland gehe. Aber ich bin schließlich gegangen :) Wie?In Frankreich heißt die Organisation P1E (Programme Internationaux d'Echange), in Amerika A.S.S.E. und in Deutschland ist es GIVE. Finanziell war das ganze auch nicht so schwierig. Meine Eltern haben miteinander gesprochen und haben einen Kompromiss gefunden. Es ist auch nicht so teuer, da die Unterkünfte in den Gastländern kostenlos sind weil die Gastfamilien das freiwillig machen. Das Einleben:Es war am Anfang sehr schwierig (und ist auch immer noch etwas schwierig) Deutsch zu sprechen. Schriftlich ist es auch noch weit von einem guten Niveau entfernt. Weil mein Deutsch so schlecht war und ich nicht so gut mit fremden Leuten auskomme fiel es mir am Anfang schwer Kontakte zu knüpfen. Es war auch viel leichter sich einzubilden dass keine Konversation möglich sei als eine anzufangen. Meistens sind es auch Gruppen die in den Pausen zusammenstehen und man traut sich nicht sich einfach dazu zu stellen. Auch weil es immer so wenig Zeit gab um zu essen und die Pausen so schnell vorbei waren bin ich alleine geblieben, denn ich esse auch sehr langsam. Und auf einmal habe ich mir gedacht dass es nun genug sei und dass es mir reicht. Ich habe dann zu Hause nach der Schule gegessen und hatte vorher Zeit mich in Gespräche zu stürzen. Es war aber noch schwierig und Selbstbewusstsein alleine macht es nicht, die deutsche Sprache war mir trotzdem immer noch fremd. In den meisten Unterrichtsstunden wo ich nicht viel verstehen konnte habe ich festgestellt, dass ich zum Glück immer neben tollen Leuten gesessen habe, die mir geholfen haben. Manche Lehrer waren sehr verständnisvoll und haben versucht mir zu helfen damit ich nicht „den Anschluss verpasse". Andere haben aber sehr undeutlich und für mich immer zu schnell gesprochen, so dass ich nicht folgen konnte, aber ich wollte nicht den Unterricht stören indem ich nachfrage. Aber zum Ende des Schuljahres hat es ganz gut geklappt. Die Einsamkeit ist mir am Anfang sehr schwer gefallen, aber man muss sich einfach trauen, dann kann es eine schöne Zeit werden. |
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