Die besten Pausen-Snacks

Schülerreporter fotografieren, was ihnen besonders gut schmeckt

Selten haben Zahlen für so viel Aufregung gesorgt: 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland zwischen drei und 17 Jahren sind zu dick. Etwa 800 000 leiden sogar unter Fettleibigkeit. Gründe sind mangelnde Bewegung und falsche Ernährung. Viele Schüler kommen ohne Frühstück in die Schule, das langweilige Pausenbrot gammelt tagelang im Rucksack vor sich hin: Stattdessen geht das Taschengeld für süße Snacks drauf. Jetzt gibt es sogar ein nationales Regierungsprogramm für eine schlanke Gesellschaft.

Dabei wissen Kinder und Jugendliche selbst am besten, was ihnen gut tut und schmeckt. Das hat auch der Fotowettbewerb für "Schüler machen Zeitung" bewiesen: Die drei besten Bilder sind heute auf dieser Seite zu sehen! Sie beweisen viel Kreativität. Für sein Schneckenfoto etwa musste Jona einen Köder auslegen: "Nachdem das Schulbrot in der Dose lag, suchte ich nach einer fotogenen Schnecke aus unserem Garten. Doch die Schnecke ließ sich reichlich Zeit. Der Salatduft verführte sie schließlich doch", schreibt der Jungfotograf.

Offensichtlich können verhasste Schulbrote zu Lieblingsbroten werden, wenn sie selbst gemacht sind. Das schnöde Wurstbrot wird mit knackigen Salatblättern, Radieschenscheiben und Ei zu einem Riesensandwich "aufgemotzt", das die Mitschüler vor Neid erblassen lässt. Die Zeiten, gesunde Ernährung allein den Eltern zu überlassen, sind vorbei. Der positive Nebeneffekt: Das Taschengeld muss nicht mehr für Dinge herhalten, die der Körper schnell verbrennt.

Ein Brot für jede große Pause

Übrigens raten Experten, für jede große Pause ein Brot parat zu haben und mindestens einen halben Liter Flüssigkeit - am besten Wasser. Wer zu wenig trinkt, kann schnell unter Kopfschmerzen leiden, und das Gehirn kann keine volle Leistung bringen. Für besonders harte Schultage gibt es auch besondere Lebensmittel, die das Denken leichter machen. Das perfekte "Doping" für die nächste Klassenarbeit sind Eiweiße und Glukose (eine Zuckerart). Die Eiweiße sind besonders in Nüssen, Samen, Eiern, Käse und Hülsenfrüchten enthalten. Zucker sollte man lieber durch Obst, Gemüse oder Vollkornprodukte aufnehmen. Ein Schokoriegel lässt zwar den Blutzuckerspiegel schnell steigen, genauso schnell aber fällt er wieder ab. Bei Kohlehydraten hält die Wirkung länger an.


Zu zweit schmeckt es am besten: Marlene (l.) und Henrike teilen sich
das Pausenbrötchen.



Lecker: Marius beißt in die Wurstschrippe.


Vorsicht, Schnecke isst mit!

Berliner Morgenpost - 11. Juni 2007

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