Zeitung vermittelt Heimat
Minister Vogelsänger ist Pate bei MOZ-Bildungsinitiative / Lese-Ecke am Gymnasium Erkner
Von Ingolf Bunge
Erkner (MOZ) Die erste MOZ-Leseecke in einer Schule am Berliner Rand hat seit gestern das Erkneraner Carl-Bechstein-Gymnasium. Als Pate ermöglicht hat dies Infrastruktur- und Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) aus Erkner, der selbst
eine Tochter an der Schule hat. Jetzt liegt täglich die aktuelle MOZ in der Cafeteria aus. Diese MOZ-Bildungsinitiative unterstützen bereits mehr als ein Dutzend Paten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Zum Frühstück und Mittag die Zeitung - seit gestern liegt die aktuelle MOZ in der neuen Leseecke der Cafeteria am Carl-Bechstein-Gymasium aus. Das ermöglicht als Pate Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger, der in Erkner lebt und eine Tochter an der Schule hat. „Was gedruckt ist, steht doch stärker im Bewusstsein als Sachen aus dem Internet", sagte, er. „Es ist gut, die Schüler daran zu erinnern, dass es Zeitung gibt." Das sei eine wichtige Erfahrung, denn die Schüler nutzen meist andere Medien.
Er selbst, sagte Vogelsänger, lese die MOZ von hinten: „erst den Lokalteil, dann die Brandenburgseiten, und wenn große
Sensationen oder Schwierigkeiten auftreten, lese ich Seite 3." Gut sei auch für die Schüler, dass die MOZ viel über Nachwuchs-Sport berichtet.
In dieser Richtung äußerte sich auch Schulleiter Rüdiger Konertz: „Die Zeitung bringt den Schülern die Heimat näher - und je nach Bedarf ist es auf den vorderen Seiten die politische Heimat der Bundesrepublik Deutschland oder der globalen Welt - aber eben auch die Region des Märkischen bis zu den Heimatorten rund um die Schule." An Unterricht denke er dabei nicht vorrangig: Die Stelle, wo die Zeitung ausliegt, markiere eine schulische Auszeit. „Wir sind sicher, dass die Zeitung gut genutzt wird." Von den vier Schülern, die sich für ein
Foto neben den Minister stellen, sagt Alexander Huth: „Bei uns zuhause liegt die MOZ morgens auf dem Frühstückstisch." Bei zwei der drei anderen gibt es eine Berliner und beim Dritten gar keine Tageszeitung. Die Märkische Oderzeitung will mit Hilfe von möglichst vielen Paten an allen Schulen der Region Lese-Ecken einrichten. Schirmherr und einer der ersten Paten ist Landrat Manfred Zalenga. Der sagt: „Lesen ist immer noch eine Grundfähigkeit, die man beherrschen muss, um im Leben zurechtzukommen. Die Aktion kann helfen, weitere Anreize zu schaffen, diese Fähigkeit zu trainieren." Auch der Landrat spendiert ein Abo - für seine alte Heimatschule Briesen.
Der Bundestagsabgeordnete
Thomas Nord (Die Linke) wird Pate für das Oberstufenzentrum Palmnicken, die Landtagsabgeordnete Elisabeth Alter (SPD) und die Kreishandwerkschaft Oder-Spree wollen die Leseecke im Fürstenwalder Geschwister-Scholl-Gymnasium mit jeweils einem MOZ-Abo versorgen, die Firma Bartsch wählte die 2. Oberschule in Fürstenwalde wie auch der Linken-Landtagsabgeordnete Peer Jürgens. Weitere Paten: Achim Wegeleben, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Erkner, und sein Fürstenwalder Kollege, Thomas Buhl, Architekt Klaus-Dieter Gifhorn aus Woltersdorf und Steuerberaterin Astrid Schönbeck aus Fürstenwalde.
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| Auszeit mit der Tageszeitung: Die Erkneraner Gymnasiasten, wie hier Kay Tschöpe, Anja Thiede, Alexander Huth und Clara Zeiske (v.l.), können dank dem Abo-Paten Jörg Vogelsänger (m.) in der Cafeteria die MOZ lesen. Rechts: Schulleiter Rüdiger Konertz.
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| Foto: Moz/Ingolf Bunge
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| Wollen auch Sie Pate werden? Schreiben Sie einfach eine Mail an fuerstenwalde-red@moz.de, rufen an (03361 590351) oder schreiben an: MOZ, Spree Journal, 15517 Fürstenwalde, Fi-scherstraße2/3.
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MOZ, 19. Mai 2010
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