Container haben ausgedientErkneraner Carl-Bechstein-Gymnasium zieht in Neubau um Erkner (je) Gestern war Packtag am Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner - der Neubau kann endlich bezogen werden. Ursprünglich war vorgesehen, vor den Sommerferien umzuziehen. Schüler der 11. Klassen und Lehrer haben gestern in den Containern, in denen die Schüler knapp zwei Jahre lernen mussten, alles eingepackt. Nächste Woche kommt eine Umzugsfirma und bringt alles in den Neubau. Ab 10. Oktober, so Oberstufenkoordinator Gerd Nordheim, werden die - insgesamt drei - Container abgebaut; einer davon kommt nach Eisenhüttenstadt, die anderen waren gemietet.Um die Mehrkosten für diese Miete streitet sich der Kreis, Betreiber des Gymnasiums, noch mit einer Baufirma, die der Kreis für den Verzug in Haftung nimmt. Monika Huschenbett, die Amtsleiterin fürs Gebäudemanagement, sprach von Kosten in einer Größenordnung von bis zu 50000 Euro. Das werde kaum ohne Rechtsstreit abgehen. Nach den Ferien können die Gymnasiasten dann den lang ersehnten Neubau, der etwa 7,4 Millionen Euro gekostet hat, in Besitz nehmen. Die Schule hat sich dafür gleich zwei Feierlichkeiten ausgedacht, am 18. Oktober mit den Schülern und am 25. Oktober mit einer offiziellen Einweihungsfeier. Dazu werden unter anderen Bildungsministerin Martina Münch und Landrat Manfred Zalenga erwartet. Am 28. Oktober soll es dann einen Tag der offenen Tür geben, bei denen die Allgemeinheit sich die vorzüglichen Bedingungen ansehen kann, die die Gymnasiasten künftig haben: Fachräume für Physik, Chemie, Biologie, ein Fotolabor mit Nassstrecke, Keramikraum, Fachräume für alle Fremdsprachen. Im Erdgeschoss ist eine große Cafeteria mit einem bistroartigen Zentralbereich entstanden, links und rechts davon sind Zusatzräume, es gibt eine Freiterrasse. Auch das äußerliche Umfeld ist neu gestaltet. Der Zugang, der den Gymnasiasten seit vielen Jahren der liebste war, der direkt von der Ecke Garten-/Neu Zittauer Straße, ist als Weg und Sichtachse ausgebaut worden, flankiert von zahlreichen Fahrrad-Abstellmöglichkeiten. Als nächstes wird die alte Cafeteria abgerissen; auf dieser Fläche entsteht ein Lehrerparkplatz. „Das ist alles schon beauftragt", so Monika Huschenbett. Weitere Wünsche gebe es natürlich. Ob noch mehr Geld für Erkner locker gemacht wird, muss der Kreistag entscheiden.
MOZ - 30.09.2011 |
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