Neubau für das CARL BECHSTEIN GYMNASIUM Erkner

Ein neues Haus des Lernens

Haus B offiziell übergeben

Erkner (MäSo). Am Carl Bechstein Gymnasium Erkner (CBG) ist der erste Bauabschnitt des Erweiterungsneubaus vollendet worden. Das große Haus B wurde den fast 800 Schülern und 60 Lehrern nach den Herbstferien übergeben. Darauf hatte die Schulgemeinschaft des Traditionsgymnasiums lange gewartet. Vom Dezember 2009 bis zum September 2011 verteilte sich der Unterricht während der Bauphase auf vier verschiedene Standorte. „Die Zeit des Exils ist nun vorbei, entsprechend groß die Freude über den Neubezug“, so Schulleiter Rüdiger Konertz anlässlich der feierlchen Einweihung des Hauses am 25. Oktober. Trotz angespannter Kassenlage wurde das Bauprojekt im Volumen von etwa 7,5 Millionen Euro durch den Schulträger, also mit dem Steueraufkommen des Landkreises Oder-Spree, in Angriff genommen. Nach Vorarbeiten der Schule konnte die Fertigstellung mit Mitteln der Europäischen Union in Millionenhöhe gefördert werden. Bildung in Erkner hat nunmehr ein neues Gesicht erhalten. Das beauftragte Architektur- und Ingenieurbüro IBUS, Berlin, war engagiert in Planung und Umsetzung der Vorgaben. Sorgfältig bis ins Detail haben die Architekten, gemeinsam mit den etwa 35 weiteren am Bau beteiligten Firmen, dem Auftraggeber gezeigt, was man aus ca. 3000 Kubikmeter Beton, 380 Tonnen Stahl, hunderten Quadratmeter Fensterfläche und fast 50 Kilometer Elektro- und Datenleitungen machen kann, wenn man einen Plan hat. Entstanden sind 29 Fach-und Klassenräume. Sammlungs- und Vorbereitungs räume, dazu eine große Küche und eine kleine, Bibliothek und Mediathek, ein Raum für die Schülervertretung und Redaktion des Bechstein-Journals, Lehrerzimmer, Fotolabor und Keramikwerkstatt. Der Kreis als Schulträger, Kollegium und Schulleitung sowie alle anderen, die in der Region für dieses Bauvorhaben Verantwortung übernommen haben, wollten, dass die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Erkner sich in Räumlichkeiten wiederfinden, die ihnen entsprechen. Es war die Absicht, den Schülerwunsch zu fördern, informiert zu sein und am Schulgeschehen teilzuhaben. „Ein wirklich modernes Schulgebäude sollte entstehen, dass die Offenheit und Transparenz der Bildungseinrichtung widerspiegelt, dass für die Jugend Wertigkeit und Struktur ausstrahlt. Dies gelte für alle drei Ebenen im Neubau und schließt die parkartig gestaltete Außenfläche mit ein“, kommentiert Oberstudiendirektor Rüdiger Konertz das Ergebnis. Wer das Gebäude betritt, spürt die Konzentrationauf das Wesentliche. Eine zweckmässige und umfassende Ausstattung und eine belebende Atmosphäre von Material und Formensprache bestimmen das Bild: Schiefer-Steinböden, Akustik-Decken überall, helles Birkenholz, Teppichböden wo sinnvoll, rote Türen, Metall und Glas schaffen eine besondere Atmosphäre. Die Auswahl der intelligenten, digitalen Tafeln und Video wände als Informationssysteme, Beamer, 110 zusätzliche Computereinheiten, neues Mobiliar und eine Lehrküche setzen für den Landkreis Oder-Spree, sicher auch mit Wirkung in ganz Brandenburg hinein, neue Standards. Vielen Personen war Dankzu sagen für ihre Unterstützung. Dies tat die Schule in einer offiziellen Einweihungsfeier am vorvergangenen Dienstag im Beisein von Bildungsminister in Dr. Martina Münch, Landrat Manfred Zalenga und vielen Gästen aus Politik, Verwaltung und Kultur.

Die nächste Gelegenheit das Gymnasium Erkner näher kennenzulernen, bietet sich am Samstag, dem 21. Januar 2012. Dann stellt sich das CBG den Abgängern der Grundschulen vor.

MOZ - 06. November 2011


Einer, der großen Anteil am Gelingen des Neubaus hatte, war Gerd Nordheim: Im Rahmen der feierlichen Eröffnung würdigte Schul- leiter Rüdiger Konertz ganz besonder das Engagement desOberstufenkoordinators und schlug ihn im Beisein der Bildungsministerin auch gleich als „Bester Lehrer Brandenburgs“ vor.

Fotos: mkl


Ein Haus wie seine Schüler: Dem Gymnasium Erkner wird mit dem neuen Haupthaus ein neuer Ausdruck verliehen- Sichtbar modern und an der Zukunft ausgerichtet.

Foto: Uwe Becke


Architekt Dr. Gustav Hillmann, Erkners Bürgermeister Jochen Kirsch, Achim Wegeleben von der Wohnungsgesellschaft Erkner und Carsten Rowald vom Schulförderverein (von links), ließen sich zur feierlichen Eröffnung von Isabell Petrick und Veronique Helwing durch das Haus führen.


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