Ein strahlender Abschluss – im wahrsten Sinne!

Johannes Nieke • 29. Juni 2026

Kultur · Werte · Persönlichkeit

Feierliche Verabschiedung des Abiturjahrgangs 2026

Stundenpläne, Ferien und Klausuren bestimmten über 12 Jahre einen wesentlichen Teil des Lebens unserer diesjährigen Abiturienten. Dass diese Zeit nun ein Ende findet und sich für die 123 Absolventinnen und Absolventen des CBG nun neue Türen öffnen werden, machten die am Freitag, dem 26. Juni 2026, überreichten Zeugnisse unmissverständlich deutlich. Es zeigte sich aber auch, dass neben Unterricht und Prüfungen auch viele weitere Facetten die gemeinsame Zeit am Carl-Bechstein-Gymnasium geprägt haben.


von Johannes Nieke, StR CBG

am 29. Juni 2026

Buntes Flimmern wedelnder Fächer und kurzerhand zu solchen umfunktionierter Programmzettel prägte diesen mit 34 °C sehr heißen Juninachmittag in der Aula des Carl-Bechstein-Gymnasiums, die sich bis 15:00 Uhr mit den Abiturientinnen und Abiturienten sowie ihren Familien füllte.

In sechs Tutorien unter der Leitung von Benjamin Bornschein (12a), Kati Paulat (12b), Christiane Meyer (12c), Marvin Busacker (12d), Fabian Peschke (12e) und Thomas Bindig (12f) hatten unsere Abiturient:innen in den vergangenen zwei Jahren auf diesen Tag hingearbeitet, von den allerersten Klausuren bis zuletzt zu den in der Regel vier Abiturprüfungen.


Der Jahrgang in Zahlen

125 von 127 Schülerinnen und Schülern erhielten im Mai ihre Zulassung zu den Abiturprüfungen. Die allgemeine Hochschulreife erlangten letztlich 115 von ihnen, acht die Fachhochschulreife. Unterm Strich aller Zeugnis- und Prüfungsnoten steht am Ende ein hervorragender Abiturdurchschnitt von 2,2.


Die Vergabe der Abschlusszeugnisse

Den Beginn der feierlichen Veranstaltung bildete unsere Schülerband Lucky Number 7, geleitet von Kati Paulat und unterstützt durch einen Chor aus Schülern des Grundkurses Musik 11 sowie der Klasse 9b. Mit einer eigens für diesen Anlass umgedichteten Version des Songs Only You wurde gleichermaßen auf die Schulzeit zurück- sowie auf die Zukunft vorausgeblickt.

Nach der musikalischen Einstimmung eröffnete die kommissarische Schulleiterin Louise Niehusen mit ihrer Ansprache zum Abitur die Veranstaltung und dankte neben den Familien zunächst den Lehrerinnen und Lehrern des CBG, die die Abiturienten auf ihrem Weg in den vergangenen sechs bis acht Jahren begleitet haben. Ein besonderes Augenmerk legte sie anschließend auch auf die kulturellen Höhepunkte: Gemeinsame Erlebnisse wie Kursfahrten, Theaterinszenierungen, Fußballturniere und zuletzt die Mottowoche, in der der Jahrgang Kreativität und Humor bewies. Auch den Fahrstuhl als unfreiwilligen Hauptdarsteller dieser Tage ließ Louise Niehusen dabei nicht unerwähnt, was bei den Abiturienten hörbar Anklang fand. Ihren Blick in die Zukunft richtend ermutigte sie die Absolventinnen und Absolventen abschließend: "Trauen Sie sich, eigene Wege zu gehen, Fehler zu machen, Träume zu verfolgen – auch dann, wenn sie nicht dem aktuellen Trend entsprechen. Die Welt braucht keine weiteren perfekten Profile. Sie braucht Menschen mit Ideen, Charakter und Verantwortungsbewusstsein. Nutzen die die digitalen Medien. Aber lassen sie nicht zu, dass sie bestimmen, wer Sie sind."


Anschließend stand ein Programmpunkt auf der Tagesordnung, den es in den vergangenen Jahren in dieser Veranstaltung nicht gegeben hatte: die Verleihung des Schulpreises des Carl-Bechstein-Gymnasiums für herausragendes Engagement, kurz: Bechstein-Preis. Benjamin Bornschein, der Impulsgeber für diese neue Auszeichnung, verdeutlichte, dass das Leben am CBG mehr sei als nur Klausuren und Unterricht und dass es immer wieder Menschen gebe, die einen besonders großen Beitrag dazu leisten, dass die CBG-Familie eben genau das ist, eine Familie. Sichtlich bewegt überreichte er die Auszeichnung an Lenja aus dem Tutorium 12a, die "stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen hatte", was in unserer Zeit eine der wichtigsten Kompetenzen überhaupt sei, so Bornschein.


In seiner anschließenden Rede gab der Oberstufenkoordinator Alexander Butscher den Abiturientinnen und Abiturienten tiefgründige Gedanken mit auf den Weg in ihr nun selbstbestimmtes Leben. Er betonte, dass die Welt, in die sie eintreten, zwar wunderschön und reich an Kultur sei, aber derzeit auch vor massiven Krisen wie Krieg, Umweltzerstörung und sozialer Ungleichheit stehe. Neben herzlichen Wünschen für das private Glück und den beruflichen Erfolg ermutigte er den Jahrgang deshalb nachdrücklich, mutig Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der Lösung dieser globalen Probleme mitzuwirken.


Damit war der Höhepunkt des Nachmittags gekommen: die lang ersehnte Übergabe der Abiturzeugnisse. Hier wurden zunächst in besonderer Weise die vier Schüler:innen geehrt, denen es gelungen ist, das Abitur mit der Bestnote 1,0 abzuschließen. Sie erhielten ein Präsent und Urkunden des Bildungsministers – aus den Händen der jüngsten Mitglieder der CBG-Familie, von Schüler:innen der Klasse 5l, für die dieser Moment mindestens genauso aufregend war.

Anschließend konnten alle Abiturientinnen und Abiturienten in kleinen Gruppen ihrer Tutorien auf der großen Bühne unserer Aula ihre Abiturzeugnisse und die persönlichen Glückwünsche der Schulleitung und ihrer Tutoren entgegennehmen, die sich sichtlich stolz auf ihre Schützlinge zeigten.


Die humorvolle und emotionale Rede der Schülerschaft, gehalten vom langjährigen Moderations-Duo aus Franziska und Lenja, bildete den Abschluss des mittlerweile späten Freitagnachmittags. Hier stand vor allem die Schulzeit als gemeinsame Geschichte im Mittelpunkt. Die beiden betonten, dass am Ende nicht die Klausuren oder die dritte Ableitung der e-Funktion in Erinnerung bleiben, sondern die geteilten Erlebnisse, Freundschaften und Momente – eindrucksvoll verewigt im 187-seitigen Abibuch. Nach einem herzlichen Dank an das Lehrerkollegium und insbesondere an die Familien für ihren unermüdlichen Rückhalt blickten sie mutig nach vorn: Der erste Band ihres Lebens ist nun vollendet, und ab heute schreiben sie alle die Kapitel ihrer Zukunft in völliger Freiheit selbst.


Bevor sich die frisch gebackenen Abiturienten, deren Familien und Lehrer langsam in Richtung des Sektempfangs im Lichthof bewegten, setzte Lucky Number 7 mit Learn to Fly den gelungenen musikalischen Schlusspunkt der Veranstaltung und ließ sich trotz Temperaturen, die in der Aula zumindest gefühlt schon weit jenseits der 34 Grad lagen, auf eine Zugabe ein.


Ganz im Sinne dieses musikalischen Schlusspunkts bleibt mir als Autor nur noch, mich den zahlreichen Gratulationen anzuschließen: Bewahrt euch den Mut, fliegen zu lernen, und schreibt eine großartige eigene Geschichte. Von Herzen alles erdenklich Gute für die Zukunft!


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