Lucky Number 7

Schülerband unter der Leitung von Kati Paulat

Lucky Number 7 – Ein Band-Portrait

von Nadine Nau


Berühmte deutsche Bands, wie zum Beispiel die Berliner Beatsteaks oder Selig, haben sich häufig aus dem Freundeskreis gebildet und zunächst für Proben in isolierten Garagen, auf Schulbühnen oder in Turnhallen getroffen. Manchmal waren auch MusiklehrerInnen die Auslöser, die Talente erkannten und förderten. Dann gab es Preise für gewonnene Wettbewerbe und irgendwann dann erste Tourneen.



Schaut man bei unserer Coverband „Lucky Number 7“, die seit 2023 nicht nur unsere Schulbühne rockt, genauer hin, dann scheinen hier ebenfalls erste Wurzeln gelegt für eine steile Bühnen-Karriere. Stein des musikalischen Anstoßes war das Mutter-Tochter-Duo aus Kati (Klavier, Musik- und Englischlehrerin am CBG) und Marlene Paulat (Frontfrau, Gesang), die gemeinsam mit dem Drummer Mika Peters erste Titel coverten, wobei zu ihrem absoluten Signature-Song schnell „Carry On Wayward Son“ von Kansas avancierte. Im Gründungsjahr stieß dann Melody Burmeister dazu, die zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre lang Gitarrre gespielt hatte und nun zum Wohle der Band erfolgreich auf Bass umstieg. Nach der Frage, ob sie irgendwann auch ihre eigenen Texte vertonen wollen – Melody schreibt sehr gern – waren sie erst einmal zurückhaltend.

Mit dem Jugendpreis Erkner kam dann auch eine erste Ehrung, die Band vergrößerte sich seit 2025 um Fabian Tietz (Rhythmus-Gitarre) und Roman Schlothauer (Lead-Gitarre). Seither stapeln sich durch die Teilnahme an Musikfesten in der Region und landesweiten Wettbewerben die Urkunden und Preise. Die Band hebt aber nicht ab, wirkt beim Interview liebevoll und bodenständig, verspielt und freundlich, spielt auch intern auf sämtlichen Veranstaltungen wie aktuell bei der festlichen Verleihung des Abiturs bei uns auf der Bühne in der Aula, unlängst bei der Bechstein-Revue oder auch wieder auf dem Schulfest in der kommenden Projektwoche.

Erst gestern nahmen Sie von Gordon Hoffmann, dem Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, anerkennende Urkunden und Glückwünsche zum Preisträgerempfang der Teilnahme an der Bundesbegegnung Schulen musizieren 2025 in Thüringen für herausragende Leistungen und Engagement entgegen.

Kati Paulat erinnert sich gern an die Konzerte vor der Herder-Kirche in Weimar oder auf der Open-Air-Bühne auf dem Domplatz in Erfurt. Von 24 Bands waren sie nominiert worden und hatten den 1. Platz mit ihren Balladen, Rock- und Pop-Interpretationen abgeräumt. Sie spielten dann sogar noch im Jenaer Gymnasium, weil ihre Musik so sensationell beim Publikum ankam.

Extern spielte die Band zudem erfolgreich sowohl beim Musikfest in Schöneiche, beim Heimatfest in Erkner als auch bei der Einweihung des örtlichen Jugendclubs. Mit ihrem  Repertoire an Pop- und Rocktiteln können sie mittlerweile locker ein einstündiges Konzert mit Zugaben gestalten.

 

Mit Stolz erklärt die Front-Frau Marlene, dass sie bereits viele Anfragen für Auftritte haben, denen sie aber leider gar nicht allen nachkommen können. Vor allem liegt dies an der Zeit, aber auch daran, dass sie manchmal nur zwei oder drei Titel spielen sollen, was sie ablehnen, da allein der Aufbau des Equipments, worum sie sich auf Tour immer alleine kümmern, zu viel Energie kosten würde.

Da sieht das in der technisch super ausgestatteten Aula des Carl-Bechstein-Gymnasiums (cbg.culture) vollkommen anders aus: Sie werden von unserer Bühnentechnik, allen voran von unserem Licht- und Tontechniker Ben Peukert aus dem 11. Jahrgang, super unterstützt, der übrigens händeringend Nachwuchs sucht, denn bei ihm stehe 2027 das Abitur und damit der Abschied an, wie er mit einem melancholisch-seufzenden Unterton in der Stimme bemerkt.

Für Mika, dem Drummer, wurde bereits ein Ersatz gefunden: Jan Lohburg aus der 7d, wo sich übrigens auch noch andere musikalische Talente tummeln, wird nach dem Sommer die Drumsticks schwingen und für ordentlich Trommelwirbel sorgen.

Wie eingangs erwähnt, fließen sehr viele Stunden Proben, Instrumental- und Gesangsunterricht in diese Erfolge ein. Dazu gehört Disziplin, Durchhaltevermögen und vor allem Talent, von Schweiß und Tränen (natürlich auch der Freude) mal ganz abgesehen. Dieses Engagement mit seiner großartigen Außenwirkung und damit Werbung für, aber auch Identifikation mit unserer Schule muss gebührend hervorgehoben und angemessen Erwähnung finden. Mir bleibt an dieser Stelle nur „Carry on… There′ll be peace when you are done“ und „Well done“ zu flüstern und der Band weiterhin viel Erfolg zu wünschen, denn ihr seid ganz gewiss noch lange nicht am Ende und habt es wirklich richtig gut gemacht. Rock on!



Dieses Portrait der Band Lucky Number 7, die seit nunmehr drei Jahren in- und außerhalb unserer Schule auftritt, soll auch als wertschätzender Auftakt auf unserer Homepage dienen und zwar für die vielfältigen kulturellen Highlights, die wir hier an unserem Carl-Bechstein-Gymnasium im nahezu wöchentlichen Takt erleben dürfen. Scheut euch nicht, das Gesicht unserer Schule mit euren Errungenschaften und Talenten mitzuprägen. Sprecht uns unter homepage@carl-bechstein-gymnasium.de an und wir schreiben für euch!