Wald-Wanderung durch Grimms Märchenwelt

Raphaela Scherfling • 13. November 2021

Kultur · Werte · Persönlichkeit

Wald-Wanderung durch Grimms Märchenwelt

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Klar, das ist die Frage, die die böse Königin ihrem Zauberspiegel stellt. Wir kennen die Antwort. Auch den Reim „Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich … heiß“ können die meisten dem Rumpelstilzchen zuordnen. Denn wer kennt sie nicht, die berühmten Märchen der Brüder Grimm? Film, Fernsehen und Hörspiel bieten immer wieder neue künstlerische Versionen dieser alten deutschen Kinder- und Hausmärchen.


von Raphaela Scherfling (12. Jahrgang)

am 13. November 2021

Symbolbild

Aber wie lassen sich diese bekannten Märchen neu und spannend für das Theater gestalten und dann auch noch unter den schwierigen Coronabedingungen?

Die Schüler der Theaterkurse 12/1 und 12/2 haben sich gemeinsam mit ihrer Lehrerin Dr. Karla Wilke bereits im vergangenen Schuljahr viele Gedanken darüber gemacht, wie und wo man ein solches „Märchenprojekt“ in Zeiten der Pandemie umsetzen könnte. Die Märchenfiguren mussten ausgewählt, passende Kostüme und Requisiten angefertigt und ein Textbuch sollte geschrieben werden. Die beiden Kurse haben sich für eine Wald-Wanderung durch ausgewählte Märchenausschnitte der Grimmschen Märchen entschieden. Aber auch an eine Schlechtwettervariante hatten die 12. Klässler gedacht. Regnet es, so sollte die Wanderung nicht im Wald stattfinden, sondern in unserem Schulhaus A.

Was liegt jedoch näher, als den Erkneraner Wald als märchenhafte Kulisse zu benutzen?

Der Erkneraner Wald besitzt viele geheimnisvolle Wege und verwunschene Pfade, die sich hervorragend dafür eignen, um mit den Zuschauern unkompliziert von Märchen zu Märchen zu spazieren und um staunend zu erleben, wie z. B. man plötzlich auf die unterschiedlichsten Figuren trifft.

Zwei Märchen-Routen sind entstanden, die die Zuschauer aus der 5. und 6. Klasse unseres Gymnasiums am 30. September nacheinander abliefen und dabei an der goldenen Gans klebten, auf Schneeweißchen und Rosenrot trafen oder erlebten, wie aus einem Bären wieder ein Prinz wurde, wie sie mit Hänsel und Gretel von der Hexe ins Pfefferkuchen-Hexenhaus gelockt wurden oder wie Frau Holle zwei Mädchen entsprechend ihrer Leistung belohnte und Rumpelstilzchen laut kreischend um das Feuer tanzte.

Und wie das in Märchen so üblich ist, endete alles mit einem Happy End, bei dem die Zuschauer von Rotkäppchens Großmutter bzw. von Schneewittchens Zwergen sogar zur Party eingeladen wurden, bei der es Punsch und Brownies für alle gab.

Zum Schluss trafen alle Schüler wieder am Spielplatz-Treffpunkt ein, wo sie sich aufgeregt über ihre Märchenerlebnisse austauschten und fröhlich mit ihren Lehrern den Heimweg antraten.

Wer weiß, vielleicht träumen sie von ihren Abenteuern im Erkneraner Märchenwald und nehmen ihr altes Märchenbuch  wieder zur Hand, um noch einmal nachzulesen, wie es da zuging.

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